Aus dem Nähkästchen geplaudert

Kinder, wie die Zeit vergeht!

Wenn sich die Saison dem Ende neigt und Stille im Lisetta eingekehrt ist, heißt es für mich den Rückblick zu zelebrieren. Mit anderen Worten: Ich nehme mir die Zeit und tauche ein – in eine Fülle an Erfahrungsberichten, Feedbacks und Bewertungen, die uns unsere Gäste hinterlassen haben. Man munkelt, es gäbe den ein oder anderen Moment, wo mir vor lauter Rührung so manches Tränchen übers Gesicht kullert – aus Dankbarkeit versteht sich. Oder wie Tobi sagen würde: „Ich habe da was im Auge, eine Fliege oder so.“ 😉 Was nach einer Träne klingt, ist dann einfach nur Freude, die ein wenig aus dem Augenwinkel „herausfliegt“.

Es ist ein echtes Privileg, solch wundervolle Gäste* wie Sie zu haben.
*Tun Sie mir bitte den Gefallen und klopfen Sie sich auf die Schultern.

Damals und heute: Eine ganz neue Perspektive

Erinnerungen werden wach – denn dann und wann tauchen Botschaften von Gästen auf, die uns schon seit Ewigkeiten begleiten. Sie haben die Reise von der Pension Brigitte bis hin zum Lisetta mitgemacht, konnten der Liebe* meiner Eltern beim Blühen zuschauen, waren Zeugen meiner Kindheitsabenteuer und könnten vermutlich die ein oder andere Anekdote erzählen. Es ist fast so, als ob sie mit meinen Geschwistern und mir aufgewachsen wären. Und während ich da so lese, kommt mir eine geniale Idee …

* Pssst! Sie kennen die Liebesgeschichte meiner Eltern noch nicht? Hier entlang …

Ich könnte jetzt allein in die Vergangenheit reisen und Ihnen von damals erzählen. Doch da würde etwas Wichtiges fehlen, nämlich die Sichtweise unserer lieben Gäste. Überraschung!
An dieser Stelle darf ich das Wort an Brigitte und Günter Simmerl geben, Stammgästen aus Leidenschaft. Und ja, ich muss betonen, dass sie keineswegs zu ihren Antworten gezwungen wurden. Alles, was sie teilen, ist ehrlich und echt. 😉

Mich erkennen Sie dann wieder an der kursiven Schrift – so manch fleißiger Leser kennt das Spiel schon.


Gästebuch-Geschichten,
die lebendig werden

Liebe Brigitte, lieber Günter, schön, dass ich mit euch dieses Interview führen darf. Wie lang ist es denn nun her – wann wart ihr zum ersten Mal in der Pension Brigitte in Tscherms zu Gast?

Brigitte: Das war zu Allerheiligen, im Jahre 1987. Ich weiß noch genau, wie Freunde uns von Südtirol vorgeschwärmt haben. Und um ehrlich zu sein, dachten wir damals, das wäre nur was für alte Leute. *zwinkert* Aber zum Glück haben wir uns überzeugen lassen und sind einfach losgefahren.
Günter: Genau, nach einer langen Fahrt sind wir dann abends, so gegen 20:00 Uhr angekommen und waren vom ersten Augenblick an begeistert: vom Haus, vom Land, vom Wetter … Flavio hat uns sogar noch ein Abendessen gekocht – das war so sympathisch, das wird uns immer in Erinnerung bleiben!
Brigitte: Und von da an sind wir eigentlich jedes Jahr …
Günter: … manchmal auch zweimal pro Jahr …
Brigitte: … bei euch gewesen! Als wir an Ostern, ich glaube, das war 1994, wieder zu euch nach Tscherms gekommen sind, hatte deine Mama Brigitte auf einmal eine kleine Lisa auf dem Arm. *schmunzelt* Du warst damals vier Monate alt und wir hatten vorher gar nicht mitbekommen, dass sie noch ein Kind erwartet.
Günter: Nina, unsere Tochter, ist ein Jahr älter als du, Lisa, und ihr beide habt euch von klein auf angefreundet, habt zusammen gespielt, seid um die Wette geschwommen.
Brigitte: Genau, und du warst auch bei vielen Ausflügen nach Meran & Co. dabei. 

Ja, daran kann ich mich noch sehr gut erinnern. Da fragt man sich doch, wer hier, wem die besten Sightseeing-Touren-Tipps gegeben hat … 😉 Nun aber, wie war das für euch, zu erfahren, dass die Pension verkauft wird und wir nach Dorf Tirol in ein anderes Hotel übersiedeln?

Günter: Wir waren geschockt und es war für uns anfänglich ein echtes Dilemma. Einerseits hingen wir sehr an der Pension, vor allem auch, weil unsere Tennisfreunde in Lana Tennis spielten und wir sie oft besucht bzw. oft in Lana gespielt haben.
Brigitte: Andererseits hingen wir total an der Familie De Dea und konnten uns unseren geliebten Südtirolurlaub nicht ohne euch vorstellen. Anfangs haben wir uns in Tscherms nach einer Alternative umgesehen und haben auch in zwei bis drei Häusern übernachtet …
Günter: … allerdings kam uns das alles ganz komisch und nicht richtig vor. Es hat einfach etwas Essenzielles gefehlt. Deshalb haben wir beschlossen mit der Familie De Dea nach Dorf Tirol, ins neue Hotel Lisetta zu „ziehen“. *schmunzelt*

Wie war euer Eindruck nach dem ersten Aufenthalt im Hotel Lisetta? Und bitte, seid ehrlich.

Brigitte: Grundsätzlich sehr gut. Die Atmosphäre im Haus mit den gewohnten Menschen war wie immer – als hätte sich nicht verändert. Dein Papa Flavio hat gekocht, die Lage oberhalb von Meran war wunderschön …
Günter: … und bis nach Lana war es dann schlussendlich auch nicht so weit. *zwinkert*
Brigitte: Einzig das veraltete Zimmer hat uns damals nicht gefallen. Alle weiteren Mängel, von denen uns deine Familie erzählt hat, sind uns als Gast gar nicht aufgefallen.
Günter: … wahrscheinlich, weil wir einfach so froh waren, wieder bei euch zu sein.
Brigitte: Aber mit allem, was neu ist, braucht es einfach Zeit. Man kann ja nicht nur einfach mit dem Finger schnippen und alles ist perfekt.

Aus der Vergangenheit geht’s zurück in die Gegenwart. Papa Flavio und Mama Brigitte haben sich nun ja in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. (Anmerkung an die Leser: Nachzulesen in der letzten Lisetta-Story). Wie empfindet ihr den Generationenwechsel im Hotel?

Brigitte: Den Generationenwechsel, der ja schleichend voranging, haben wir gar nicht recht mitbekommen – er ging für uns nahtlos über. Brigitte und Flavio waren einfach immer weniger präsent und du liebe Lisa und dein Tobias dafür immer mehr.
Günter: Du hast viel von deinen Eltern lernen dürfen und warst mit deiner offenen und herzlichen Art schon immer eine tolle, junge Gastgeberin. Tobias inzwischen an deiner Seite zu wissen, ist sicherlich nicht nur im privaten Leben eine Bereicherung, sondern auch im Hinblick aufs Hotel ein echter Glückstreffer.
Brigitte
: Da bleibt nur noch eins zu sagen, wir hoffen auf noch viele gemeinsame Jahre! 

"Zufällig sieht man sich,
man fühlt, man bleibt
und nach und nach
wird man verflochten*.“ "

- Johann Wolfgang von Goethe
*davon können unsere Stammgäste vermutlich ein Lied singen 😉

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Lisetta - so geht Hotel

Das Lisetta ist ein familiengeführtes Hotel wie man es sich vorstellt. Die Aufmerksamkeit des gesamten Lisetta-Teams ist unübertrefflich. Von der ersten Buchungsanfrage bis zur Heimreise fühlt man sich rundum persönlich betreut und bestens umsorgt. Der persönliche und herzliche Kontakt zur Familie De Dea tragen ebenso wie die spürbare Freude und Leichtigkeit, mit welcher sich das gesamte Team um die Gäste und das Hotel kümmert, dazu bei, den Aufenthalt zum wahren Genuss und unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Christian - Holidaycheck

Lisetta kann süchtig machen

Jedes Jahr zieht es uns für ein paar Tage ins Lisetta. Wir genießen einfach alles: der herzliche und unkomplizierte Empfang, das schöne Zimmer, das stets schmackhafte Essen, der tolle Service, die Liegewiese und die Sauna. Der Ausgangspunkt für einen Stadtbummel oder eine schöne Wanderung ist super. Wir freuen uns schon wieder auf nächstes Jahr.

Andrea S. - Holidaycheck