Ein sporenhaftes Abenteuer

Die Schätze des Waldes

Quizfrage: Was haben Sherlock Holmes, Miss Marple und Indiana Jones gemeinsam?
Genau. Sie sind Detektive und Abenteurer, suchen und entdecken versteckte Schätze und Antworten auf Rätsel. So, nun wird’s etwas schwieriger: Was haben Sherlock Holmes, Miss Marple, Indiana Jones und meine Mama Brigitte gemeinsam?

Und damit, sind wir auch schon mittendrin in der heutigen Lisetta Story. Die diesmal – zugegebenermaßen – ein bisschen anders ist als sonst. Was soll man sagen … mit uns wird eben nie langweilig. ;-)

Detektivin Brigitte (Holmes) und das Geheimnis der verborgenen Steinpilze

Es ist noch früh am Morgen, der Tau glitzert bereits in der Morgendämmerung.
Eine sanfte Brise streicht durch die Äste der Bäume und lässt bunte Blätter durch die Luft tanzen.
Vögel zwitschern, Rehe knabbern an saftigen Gräsern – alles scheint so wie immer. Doch plötzlich bahnt sich eine Gestalt ihren Weg durch das Dickicht der Bäume am Vigiljoch. In einer Hand trägt sie einen geflochtenen Korb, in der anderen ein blitzendes Messer. Ihre Schritte sind leicht und bedacht, das Knistern der Blätter unter ihren Schuhen verleiht dem Ganzen eine geheimnisvolle Note.

„Sie ist wieder da!“, flüstern die Eichhörnchen. „Na endlich!“, seufzen die Tannen. In diesen herbstlichen Morgenstunden beginnt ein leises Abenteuer für die berühmt-berüchtigte Schatzsucherin, besser bekannt unter dem Namen Brigitte (De Dea) Holmes. Die Spannung liegt greifbar in der Luft, als ein Sonnenstrahl ein Fleckchen Moos erhellt und darunter etwas leuchtetDA! Blitzschnell schlägt sie zu und ein Lächeln, das von einem Ohr zum anderen reicht, breitet sich auf ihrem Gesicht aus: Ein Steinpilz, ein richtiges Prachtexemplar!

Pilze sammeln - Erleben - Stories - Wanderung Pilze - Hotel Lisetta

Ein Pilz kommt selten allein

Jeder hat so seine eigene Definition von Glück. Für den einen das Vierklee am Wegesrand, für meine Mama sind es eher Steinpilz und Pfifferling. Liegt der Fokus zu Sommerbeginn noch auf die unzähligen, duftenden Zitrusbäumchen (Stichwort: Pflanzenflüsterin!), verlagert er sich im Spätsommer/Herbstbeginn zusehends. Denn, die Pilzsaison hat begonnen. An dieser Stelle übergebe ich das Wort an meine Mama. Mich, Lisa, erkennen Sie ab sofort an der kursiven Schrift.

Also liebe Mama: Wann geht’s los?
Meine persönliche Pilzsaison hat schon begonnen. Die Hauptsaison beginnt so Mitte Juli und reicht bis Mitte Oktober. Das Wachstum der Pilze ist natürlich auch ein bisschen vom Wetter abhängig, das ist klar. Hin und wieder lohnt es sich also, bei Wanderungen besonders die Augen offenzuhalten. Denn es könnte doch sein, dass man mehr als Gipfelglück findet. ;-) Ich war schon als Kind mit meiner Mama rund ums Vigiljoch zum Pilze sammeln unterwegs. Wann immer ich dort bin, erinnere ich mich noch gut an ihre Worte, wenn sie mir ihre Plätzchen gezeigt hat. Das ist für mich immer wie eine Reise in meine Kindheit.

Wichtig, wenn man Pilze sammeln möchte: Man muss die richtigen Plätze kennen.
Und sie jedes Jahr natürlich wiederfinden. ;-)

Oh ja, denn Mama kennt sie alle. Und wir dürfen uns richtig glücklich schätzen, wenn sie uns hin und wieder mal das ein oder andere verrät. Tja, es gibt eben diese eine alte Pilzsucherweisheit: Die eigenen Plätze dürfen niemals zur Gänze preisgegeben werden. Die gibt’s wirklich?! Wer weiß … ;-)
Mama! Ihr Kinder durftet mich ja oft genug begleiten, also solltet ihr die Plätze eigentlich schon in- und auswendig kennen. Ja, wenn das mal so einfach wäre. Denn wenn man dich auf deinen Touren begleitet, muss man stets darauf gefasst sein, dich zu verlieren. Dann beginnt die Suche nach Mama UND den Pilzen. ;-) Weil ihr Handy hat sie ja nie dabei.
Was soll ich sagen: Beim Pilze sammeln vergesse ich alles um mich herum! Erst wenn es wirklich stockduster ist, kommt die Mama dann nach Hause.
Mit Körben voller Glückspilze. Und einem riesengroßen Lächeln im Gesicht.

Schenkt dir das Leben einen Korb, dann geh Pilze sammeln

… aber aufpassen, denn es gilt so einige Vorschriften zu beachten:

  • Nur an geraden Tagen zwischen 7:00 – 19:00 Uhr ist Pilze sammeln erlaubt
  • Personen, die in der Gemeinde ansässig sind, dürfen bis zu 2 kg / Tag / Person sammeln
  • Personen, die nicht in der Gemeinde ansässig sind, dürfen 1 kg / Tag / Person sammeln
    und müssen zudem eine Gebühr pro Person/Tag von 8 € entrichten
  • Rechen und Harken dürfen nicht verwendet werden
  • In Landschaftsschutzgebieten dürfen keine Pilze gesammelt werden

Übrigens, wussten Sie, dass …

… das, was wir da pflücken, eigentlich nicht ein Pilz ist, sondern nur seine Frucht?
Der eigentliche Pilz befindet sich tief unter dem Waldboden, der sich in Form eines Geflechts (Myzel) erstreckt.

… der größte, weltweit-lebende Organismus ein Pilz (also ein Myzel) ist?
Auf einer Fläche von neun Quadratkilometern erstreckt sich das unterirdische Geflecht im Malheur National Forest in Oregon (USA). Das sind ca. 1.260 Fußballfelder.

… sich aus Pilzen nachhaltiges Baumaterial gewinnen lässt?
Eines Tages soll es sogar Beton ersetzen. Wie lange das wohl noch dauern mag …

… im ecuadorianischen Dschungel ein Pilz lebt, der Plastik „verdauen“ und zersetzen kann?

… es über 30 Pilzarten gibt, die im Dunkeln leuchten können?
(Lassen Sie das bloß nicht meine Mama hören, sonst geht sie 24/7 Pilze sammeln …)

… es über 1.000.000 Pilzarten auf der Erde gibt?
Und Forscher vermuten sogar, dass es eigentlich viel mehr sind. Viel mehr = 4.000.000

… einige Pilze gibt, die Tausende Jahre alt werden können?
Normalerweise beträgt die Überlebensdauer von Steinpilz und Co. ca. 10 Tage bis 2 Wochen.

 

Hotel mit familiärem Flair

Sehr schön gelegenes Hotel, das von einer ausgesprochen herzlichen und hilfsbereiten Familie mit viel Herzblut geführt wird. Auch das Servicepersonal ist sehr aufmerksam und zuvorkommend. Hervorzuheben sind außerdem die regionalen Produkte aus dem Bauernhof der Familie, die in der gehobenen Küche Verwendung finden.

Susanne - Holidaycheck

Außergewöhnlich

Es ist ein wunderschönes familiengeführtes sehr persönliches Haus. Es ist nichts aufgesetzt, herzliche Gastgeber und ein supernettes Personal. Wir haben uns sehr sehr wohl gefühlt. Herzlichen Dank an Lisa und die ganze Familie.

Christa - Holidaycheck